Kunststoffkanister

So vielseitig wie ihre Anforderungen

Hochwertige Kanister aus Kunststoff spielen als Verkaufsverpackung von Flüssigkeiten, pastösen und rieselfähigen Stoffen eine sprichwörtlich tragende Rolle und es gibt sie in mannigfaltigen Formen. Aufgrund ihres Herstellverfahrens, dem Extrusionsblasen, können spezielle Thermoplaste - zumeist zähe Polyethylene (HDPE) - zu keimarmen und zugleich belastungsfähigen Kunststoffblasen oder Hohlkörpern geformt werden. Die so entstandenen PE-Kanister haben ein breites Anwendungsspektrum, nicht nur in zulassungsfreien Einsatzbereichen als z.B. Lebensmittelkanister, Kanister für Autozubehörteile (Sommer-/ Winterprodukte), AdBlue Kanister, Farbkanister oder Leichtkanister, sondern auch in zulassungsrelevanten Anwendungen. Hier kommen sie als Gefahrgutkanister, Chemiekanister, UN-Kanister, Dialysekanister, Ölkanister oder Pharmakanister in gefahrgutseitig anspruchsvollen oder aber hygienisch sensiblen Anwendungen der chemischen, pharmazeutischen oder Lebensmittelindustrie zum Einsatz.

Zur Anwendung kommen dabei häufig sog. Stapelkanister, weil diese den zur Verfügung stehenden Raum einer Paletteneinheit, auf z.B. Euro- od. Chemiepaletten, aufgrund ihrer gegenseitigen Stapelbarkeit und ihrer palettenoptimierten Grundfläche ideal nutzen. Stapelbare Kanister gibt es zudem in modularen Standardserien, die sich in Volumen-, Hals- und Gewichtsausführung unterscheiden. Hierdurch kann flexibel auf unterschiedliche Verpackungsanforderungen reagiert werden. Stapelkanister tragen dabei den Anforderungen an Restentleerbarkeit, Recyclebarkeit, Ressourcenschonung, Sauglanzenentleerung oder automatischer Befüllung, speziell auch Heiß- oder Kaltabfüllungen, von allen PE-verträglichen flüssigen oder rieselfähigen Füllgütern Rechnung. Ein herstellerseitig inline aufgebrachter Stopfen oder Verschluss kann zusätzlich für keimarme Bedingungen im Inneren des Kanisters - von der Herstellung bis zur Abfüllung – sorgen.

Nach der Abfüllung muss ein Kanister mit einem geeigneten Verschluss versehen werden, der den unterschiedlichen Originalitäts-, Gär-, Entgasungs-, Antigluck-, Gefahrgut-, Pharma-, Logistik- und sonstigen Handhabungsanforderungen an Kanister gewachsen ist. Renommierte Kanister-, Gefahrgut- oder UN-Schraubverschluss Hersteller haben hierfür eine breite Palette an Standard- und Sonderverschlüssen. Für eine perfekte Abstimmung zwischen Verschluss und Kanister ist es vorteilhaft, wenn Verschlusshersteller und Kanisterhersteller eng miteinander zusammenarbeiten oder gar demselben Verpackungsproduzenten angehören.

Gebräuchliche Dekorationsverfahren bei Kanistern sind Etiketten, Sleeves oder auch Prägen auf der Kanisteroberfläche. Hiermit lassen sich Werbebotschaften dauerhaft, unübersehbar und dekorativ auf Verpackungskanistern aufbringen.

Durch Fluorierung bieten Kanister erhöhte Barriere-Eigenschaften gegenüber flüchtigen Inhaltsstoffen sowie verbesserte chemische Resistenz gegenüber quellenden Medien.

Wo der Standardkanister seine Grenzen hat, setzen führende Kanisterhersteller individuelle Kundenwünsche mit Sonderkanistern oder kundenspezifisch entwickelten Hohlkörpern um. So sind z.B. Kanister mit Kanistereinsätzen wie Zweikomponentenflaschen oder Ausgießrüsseln, aber auch sonstige Hohlkörperformen denkbar.



Die gängigsten Stapelkanister im Überblick

 

Kanister für allgemeine Anwendungen

Kanister für allgemeine Anwendungen existieren in den unterschiedlichsten Produktformgebungen und Rohmaterialien. In der Praxis haben sich dennoch Kanistergeometrien herausgebildet, die den meisten Marktanforderungen mit geringem Rohmaterialeinsatz und damit verbundenem geringem Kanistergewicht entsprechen und mit Standardverschlüssen kompatibel sind.


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allgemeine Anwendungen

 

Kompatible Verschlüsse

 

Kanister für Gefahrgut

Gefahrgutkanister müssen aus gefahrgutgeeigneten Rohmaterialien hergestellt und mit zulassungsseitig vorgegebenen Verschlüssen und Anzugsdrehmomenten verschlossen werden, um bestehende X- oder Y- Flüssigkeitszulassungen einzuhalten.


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für Gefahrgüter

 

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für Gefahrgüter

 

Kanister für Pharmaanwendungen

Neben anderen Kriterien, müssen Pharmakanister aus Rohmaterialien hergestellt sein, die eine europäische Pharmakopöe besitzen. Das gleiche gilt für die in pharmazeutischen Bereichen einzusetzenden Verschlüsse.


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für den Pharmabereich

 

Kanister für Sonderanwendungen und Individualentwicklungen

Wenn Standardkanister für bestimmte Anwendungen nicht geeignet sind, können sowohl herstellerseitige Sonderkanistergeometrien, wie beispielsweise für Dieselzusatzstoffe oder Zweikomponentenanforderungen, als auch Individualentwicklungen nach Kundenspezifikation in Frage kommen. Identisches trifft für Verschlüsse zu.


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für Sonderanwendungen

 

Individualentwicklung von Kanistern

 

Individualentwicklung von Verschlüssen